Am ersten Schultag, den 18. Mai, war die Welt für uns noch in Ordnung. Wie hatten wir uns auf die neue Schule gefreut, die nur 2 Kilometer vom Kinderheim entfernt liegt und ein sehr viel höheres Bildungsniveau bietet. Zum Vergleich: bislang mussten die Kinder in die 16 Kilometer entfernte Dorfschule (Sangklang) gebracht werden - mit einigem Aufwand, wie man sich vorstellen kann.
Doch schon bald mussten wir uns mit ungeahnten Problemen auseinandersetzen…
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Nein, einen Frisör können wir uns hier im Kinderheim leider nicht leisten. Doch warum auch? Den typischen “Schulschnitt”, der den Einheitslook in thailändischen Schulen vorgibt, schaffen die Kinder im Heim gerade noch selbst. Und so rast der elektrische Haarschneider regelmäßig mit gekonnten Schwüngen über die noch jungen Schöpfe.
Vorne kurz, an den Seiten kurz - bei den Jungs kann man eigentlich nicht besonders viel falsch machen. Die Mädchen sind da schon ein bisschen mehr auf ihr Aussehen bedacht, doch auch sie werden - allen Eitelkeiten zum Trotz - mit einer typischen Schulfrisur ausgestattet. Und so entdeckt man nach dem Frisier-Tag, den die Kids komplett in Eigenregie organisieren, regelmäßig die ein oder andere Kapuze durch das Kinderheim huschen.
Mehr Infos zum thailändischen Schulsystem und dem Beginn des neuen Schuljahres gibt es in Kürze hier!
Der thailändische Winter liegt hinter uns und wir sehen jetzt den heißesten Wochen und Monaten des Jahres entgegen. Das Klima hier eignet sich hervorragend für den Anbau von Gemüse – und das wollen wir ausnutzen!
Seit einigen Wochen legen wir daher mit der Hilfe von gelernten Gärtnern die ersten Felder auf unserem Grundstück an. Langfristig wollen wir so den Grundbedarf nach Nahrungsmitteln sicherstellen.
Einen ersten Eindruck erhalten Sie in unserer Bildergalerie:
(Klicken Sie auf eines der Bilder um zur Großansicht zu gelangen)
An jedem Samstag kommen drei Gärtner zu uns auf das Grundstück und lehren die Kinder, wie man ohne den Zusatz von Chemikalien auf dem fruchtbaren Boden vor der Haustür thailändisches Gemüse und Gewürze anbaut. Vom Anlegen eines Komposthaufens, dem Setzen von Kokospalmen bis hin zur täglichen Pflege der Pflanzen – den Kindern macht es Spaß!
Noch bleibt genügend Zeit, bis hier im Norden Thailands die Regenzeit anbricht. Ab Juni aber wird es täglich kräftige Schauer geben. Damit sich die Kinder trotzdem draußen aufhalten und spielen können, errichten wir aktuell ein Vordach, dass auf der kompletten Länge des Kinderheims Schutz vor dem schlechten Wetter bietet.
Netter Nebeneffekt: Für das Vordach verwenden wir ein spezielles Material, dass nicht nur Wasser, sondern auch Wärme abweist. So bleibt es auch in den dahinter liegenden Schlafräumen angenehm kühl.